Die Abschlussprüfung12.07.2012 von JasminK aus MünchenAm 9. Mai war es dann schließlich soweit. Die schriftliche Abschlussprüfung stand an. Knapp drei Jahre waren vergangen und was zu Beginn noch so weit entfernt schien, war mit einem Satz erreicht. Letzter Wissensaustausch vor der PrüfungIch wollte auf jeden Fall früher am Prüfungsort sein, damit nichts schief gehen konnte. Deshalb ließ ich mich auch von einer lieben Bekannten zum Prüfungsort bringen, da ich Angst hatte zu spät zu kommen oder vor lauter Aufregung einen Unfall zu bauen. Am Prüfungsgebäude angekommen, war dann aber sogar noch Zeit für einen beruhigenden Kaffee. Im Hof tummelten sich bereits alle anderen Prüflinge und jeder versuchte in letzter Minute noch ein bisschen Wissen dazuzugewinnen! „Wie hoch war nochmal die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung?" oder „Wie ist nochmal die Formel für die Schadenquote?". Der StartschussUm 10:15 Uhr ging es dann endlich in den Saal und alle suchten Ihre Platznummer, um sich einzurichten und alle erlaubten Hilfsmittel (Versicherungsbedingungen, Gesetzessammlung & Taschenrechner) auf dem Tisch zu deponieren. Es kam mir total unwirklich vor, als der IHK-Ausschluss das Mikrofon erhob und uns in den Prüfungsablauf einweihte. Zuerst war der Teil „Versicherungslehre" dran. In diesem Teil sind Aufgaben zu einigen Versicherungsfällen in den einzelnen Versicherungssparten wie Hausrat, Kfz, Leben, Kranken, etc. enthalten. Außerdem noch Buchführung und Bestands- und Kundenmanagement. Anhängend findet man dann den speziellen Teil, in dem nur Leistungsfälle zu einer bestimmten Versicherungssparte behandelt werden. Da ich in der Krankenversicherung ausgebildet wurde, war dies bei mir natürlich das Gebiet „Krankenversicherung". Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besserWährend wir schrieben ging die Aufsicht durch die Reihen und überprüfte unsere Person, in dem sie den Personalausweis und die Einladung zur IHK-Prüfung verglichen. Es soll ja schließlich sichergestellt werden, dass man niemand anderen für sich die Prüfung schreiben lässt. Außerdem wurden die Fachreporte eingesammelt, die später für die mündliche Prüfung wichtig sind. Drei Stunden können ziemlich kurz sein...Insgesamt dauert der erste Teil drei Stunden. Diese vergingen jedoch unheimlich schnell und man durfte nicht trödeln, sonst kann man tatsächlich nicht die komplette Prüfung schaffen. Es ist irrtümlich zu denken, dass drei Stunden lang sind! Nach drei Stunden Schreibzeit hat man dann erstmal eine dreiviertel Stunde Pause bevor es mit dem Teil „Wirtschafts- und Sozialkunde" weitergeht. Dieser Teil dauert lediglich eine Stunde und besteht nur aus „Multiple Choice"-Aufgaben. Der erste Teil ist geschafft...Mit der Abgabe dieses Prüfungsteils fällt erstmal die ganze Anspannung ab, die sich schon Wochen vor der Prüfung bemerkbar gemacht hat. Klar, dass man sich dann gerne auch mal mit einer Freundin einen Sekt genehmigt und abends ging's dann zur IHK-Abschlussfeier, bei der ausgelassen der erste Schritt in Richtung ausgebildete/r Kaufmann/frau für Versicherungen und Finanzen, gefeiert wurde. Damit ist es dann aber leider doch noch nicht getan, denn ca. einen Monat später steht dann auch noch die mündliche Prüfung an. Aber davon berichte ich ein nächstes Mal. :)
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